Evangelische Kirchgemeinde Rehna - Kirch Grambow - Meetzen

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Start Kirchenmusik Unser Gospelchor
E-Mail Drucken PDF

Gut zwei Jahre gab es den Rehnaer Gospelchor, nun wird im Kirchenchor gegospelt

 

2009 bis 2011 sang und schwang hier in Rehna ein separater Gospelchor. Leider war es einigen Mitgliedern nicht auf Dauer möglich, mit dabei zu bleiben. Schließlich sangen hier relativ junge und berufstätige Frauen und Männer, die zumeist sowohl Beruf als auch Familie haben. So blieb es bei dem angekündigten, zeitlich begrenztem Swing- und Gospel-Projekt. Glücklicher Weise singen nun ein paar der Leute im Kirchenchor mit. Und das Gospelrepertoire ist auch nicht vergessen, sondern wir nach und nach in die Mappen der "Kirchenchoris" einwandern. Hier zwei Texte aus der Gründungszeit des Gospelchores und viele schöne Bilder.

 

 

Mitglieder des Gospelchores, Stand:  1. Juni 2010:

Männer:  Christian Malz, Egbert Mader, Matthias Krause (Leiter), Reinhard Hoppe (Bobbesch), Jörg Hampel

Alt: Andrea Becker, Kerstin Lietz, Ulrike Kruse, Carola Prösch, Angelika Ribbeck, Renate Ihns

Sopran: Sybille Wegner, Nina Arnold, Constanze Pommerenke (im Baby-Urlaub), Gabriele Hartmann, Heidi Frase, Sabine Kühne

 

Gospelchor-Projekt in Rehna gestartet, noch Plätze frei!

 

Herr Diakon Krause, meine erste Frage ist natürlich die, wie Ihr neues Projekt denn angelaufen ist.

Krause: Wunderbar! Wir waren am Donnerstag Abend zwölf junge Frauen und Männer

und wir haben gleich richtig schön frische und mehrstimmige Gospelmusik

zustande bekommen. Einige weitere Interessenten haben sich schon gemeldet.

Haben denn die Teilnehmer schon alle Chorerfahrung?

Krause: Die Hälfte, schätze ich. Ich habe die Sache natürlich so konzipiert, dass im

Grunde jede Badewannensängerin und jeder Stadiongröhler sofort gut mit-

machen kann.

Also muss man keine Noten kennen? Und muss man nicht furchtbar hoch singen?

Krause: Jeder kann sich etwas an Noten orientieren. So sieht man zum Beispiel, ob

die Melodie nach unten oder nach oben geht. Sie wird aber nie zu hoch gehen,

keine Angst. Ich habe geeignete Stücke besorgt. Außerdem kann ich das

E-Piano, das schon mal einen guten Klangteppich liefert, bei Bedarf tiefer

stellen.

Wie kann man jetzt noch einsteigen? Fallen Kosten an?

Krause: Das Ganze ist ein Projekt der Evangelischen Kirchgemeinde; Kirchenzuge-

hörigkeit ist aber nicht notwendig. So trägt auch die Kirche anfallende

Kosten. Wer allerdings nach der Probe noch in geselliger Runde bei einem

Glas Wein in geselliger und fröhlicher Runde bleiben möchte, der kann

ja dann auch gerne mal Wein oder Knabberzeug mitbringen.

Also einfach vorbei schauen, Freitag (30. 01.) um 19 Uhr an der katholischen

Kirche, ab Februar wahrscheinlich mittwochs, 19.30 Uhr.

Herr Krause, warum geht das Projekt nur bis Ostern?

Krause: Niemand soll dazu verdonnert werden, sich gleich für den Rest seines Lebens

festzulegen. Es wird auch nach Ostern weiter gehen. Jeder kann sich dann frei

entscheiden, ob er weitermacht oder nicht. Auch wer jetzt mal hineinschnup-

pert, ist nicht genötigt wiederzukommen. Na klar wünsche ich mir viele

begeisterte Mitstreiter, die mit mir wunder-gospelige Musik machen. Aber

am wichtigsten ist die Freude: es soll Spaß machen, schließlich ist es unsere

wertvolle Freizeit; welche allerdings manchmal auch sinnvoll gestaltet sein

will.

Wir danken für das Gespräch und wünschen guten Gelingen.

 

Das Gespräch führte Herr Diakon Krause

 

 

 

 

 

Was diese Musik so faszinierend macht

 

Zum zweiten Mal trafen sich junge Leute – Durchschnittsalter vierzig Jahre – in Rehna zum Swing- und Gospelprojekt. Wieder hatten wir viel Spaß miteinander beim Singen und auch hinterher.

Seit Jahren sprießen in Deutschland Gospelchöre wie Pilze aus dem Boden. Was macht den Reiz dieser Lieder aus, warum fasziniert diese Musik auch chorunerfahrene oder auch nicht kirchliche Menschen jeden Alters? Ich möchte versuchen darauf zu antworten.

Erstens reizt einfach der musikalische Stil. All unsere moderne Musik, sei es Rock Pop, Swing, Jazz oder Rap, hat seine Wurzeln insbesondere in der religiösen Musik der Afroamerikaner, welche bekanntlich vormals als Sklaven von ihrem afrikanischen Kontinent nach Amerika verschleppt wurden, glücklicher Weise aber ihre hüft- und herzbewegenden Rhythmen nie vergaßen.

 

Zweitens sind Gospels Lieder der Hoffnung. Das Wort „Gospel“ bedeutet so viel wie „Frohe Botschaft“ (von altenglisch god spell), das eingedeutschte griechische Wort dafür lautet Evangelium. Diese „Frohe Botschaft“ ist das Kernstück des christlichen Glaubens und bedeutet, kurz gesagt: Ich vertraue darauf, dass ich gewollt und geliebt bin; ein Urvertrauen, welches ein Säugling naturgemäß noch hat und welches wir als Erwachsene stets und ständig suchen; angestammte Wörter für dieses Ziel und den Ort dieses Vertrauens sind in unserem Sprachgebrauch „Gott“ bzw. „Reich Gottes – Himmelreich – Himmel“ (engl. heaven). Hoffnung und Urvertrauen sind elementare menschliche Bedürfnisse. Die Schwarzafrikaner drückten diese Mischung aus Klage, Trauer, Hoffnung und Protest aus in ihren Gospelgesängen. Wir Mecklenburger sind in solchen Dingen recht ausdrucksarm. Macht nichts, wir leihen uns dankbar die Gospelsongs.

Diakon Matthias Krause

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

Sprachen/Languages